Banken

Historie des Kreditwesens


Religiöses Zinsverbot
Mit der Einführung des Geldes als Zahlungsmittel wurde eine feste Menge Geldes in Umlauf gebracht. Jeder, der Geld erwerben wollte, musste etwas dafür eintauschen. Reichte die Geldmenge nicht aus, um seinen täglichen Warenbedarf zu decken, musste man sich Geld leihen. Der Geldverleiher allerdings musste sich das Risiko, das er auf sich nahm, bezahlen lassen. So wurden die Zinsen eingeführt, die schnell zu einem einträglichen Geschäft wurden und teilweise in Wucher ausarteten. Christen der damaligen aber auch den Muslimen bis heute noch ist es verboten, Zinsen zu nehmen. Man bereichert sich nicht am Gelde, das widerspricht den Geboten Gottes.

Jüdische Geldverleiher – Die Banker damaliger Zeit
Juden war es von ihrer Religion her nicht verwehrt, Zinsen von Andersgläubigen einzufordern. Da es unter ihnen viele reiche Kaufleute gab, verfügten diese über die notwendigen Geldmittel, um Beträge verleihen zu können. Sie konnten dafür Zinsen nehmen. Schnell wuchs daraus ein einträgliches Geschäft, das nicht selten den Neid derer mit sich brachte, die daran nicht partizipieren konnten. So gesehen waren Juden zwar die ersten Kreditinstitutionen ihrer damaligen Zeit, sie sahen sich aber auch viel Hass ausgesetzt. Das Bild vom raffgierigen Juden entstand. Wäre der Geldverleih einer speziellen Handwerksgilde vorbehalten geblieben, es hätte den europäischen Antisemitismus nie gegeben, sondern stattdessen eine Verunglimpfung eines Berufsstandes. So aber waren es Juden, die Geld gegen Zinsen verleihen durften, und sie bekamen immer jegliche Ablehnung zu spüren.